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Das Steinwerk

 

ist das älteste Gebäude Gehlenbecks außer der Kirche, und es wurde vor über 400 Jahren in der Ortsmitte auf dem Anwesen des „Grevenhoff“ erbaut. 1659 wurde der „Grevenhoff“ oder „Gravenhoff“ von Hieronymus Klenke, Erbsasse zu Renkhausen, an Rittmeister Gorthumb, Vogt zu Gehlenbeck, verkauft. Darüber ist eine Urkunde vorhanden. 1705 ist Rittmeister Gelshorn als Besitzer genannt, der Amtsschreiber auf der Reineburg war. Ihm folgten die Brüder Krieger und weitere Amtsschreiber als Besitzer. Die Hofstätte war also lange Zeit mit der bischöflichen Burg auf dem Reineberg verbunden, deren Besitzer zahlten keine Steuern. Die Verbindung der Burg mit Gehlenbeck wird auch dadurch belegt, dass der Gehlenbecker Pfarrer für die Burg zuständig war. 1754 kaufte Conrad Friedrich Pohlmann, Müller zu Hollwinkel, den Besitz. Pohlmann hatte natürlich Steuern zu zahlen und bekam dementsprechend eine Hausnummer, Nr. 76, später Nr. 3.

 

Speicher 2367 Speicher 2370
Speicher 2383

Die Fotos entstanden vor der Renovierung.

 

 

Speicher 2399

o.links: Westseite
o.rechts: Südwestseite
u.links: Ostseite
u.rechts:Nordostseite

 

In früheren Zeiten war der Bau eines ländlichen Steinwerks den Landesherrn oder den Adeligen vorbehalten. Das dürfte auch in Gehlenbeck der Fall gewesen sein, der Bau des Steinwerks war sehr wahrscheinlich durch die Bischöfe von Minden als Landesherrn angeordnet worden. Auch die Tatsache, dass das Gehlenbecker Steinwerk einen unterirdischen Fluchtgang hatte, der heute, obgleich zugemauert und zugeschüttet, noch feststellbar ist, spricht für die herrschaftliche Zuordnung des Gebäudes und die Nutzung als Flucht- und Sicherheitsraum bei Gefahr. Diesem Zweck entsprechen auch die recht schmalen und schartenähnlichen Fenster oder Luken. 

 

Das Bauwerk ist höchstwahrscheinlich vor dem 30jährigen Krieg errichtet worden. Weder in den Kriegswirren 1637, noch bei den beiden großen Dorfbränden 1766 oder 1865 ist das Gebäude abgebrannt. In den letzten Jahren und Jahrzehnten blieb das Bauwerk weitgehend unbeachtet. Der augenblickliche Zustand ist nach Aussagen von Fachleuten erstaunlich gut, besonders was Balken und Bohlen im Inneren betrifft. An der Westwand fällt jedoch ein großer senkrechter Riss im Mauerwerk ins Auge, und auch das Dach muss dringend saniert werden.

 

Nachdem der Heimatverein Gehlenbeck mit den Eigentümern, dem Ehepaar Hucke, 2008 einen langjährigen Pachtvertrag geschlossen hat, bietet sich eine Nutzung als Ausstellungsfläche in Ergänzung zu der Ausstellung im Gehrmker Hius an, besonders da beide Gebäude nur einige Schritte voneinander entfernt sind.


Im Herbst 2009 wurde mit der Renovierung des Korn- und Wehrspeichers   (Pohlmann No 76, später No 3) begonnen. 2011 wurde der Speicher feierlich seiner Bestimmung übergeben.

 

aktuelle Notiz

Der neue (Rad)Wanderführer "Gehlenbeck-Eilhausen" ist ab sofort im Heimathaus zu haben. Auf 64 Seiten wird Gehlenbeck und Umgebung gezeigt.

 

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nächster Termin

5. Februar, ab 14 Uhr Kaffee und Kuchen

(Am 1.1.2017 fällt das Kaffeetrinken aus!)