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Das 200 Jahre alte denkmalgeschützte „Gehrmker Hius“, ehemals Hofstätte Nr. 17 der Familie Wellpott, später Röthemeier, wurde ab 2002 vom Heimatverein Gehlenbeck restauriert. Das Heimathaus ist in ursprünglichem Zustand erhalten. Es bietet seit 2004 einen Einblick in das bäuerliche Leben in früheren Zeiten und dient zugleich als Begegnungsstätte für die Bevölkerung. Zu besichtigen sind:

* bäuerliche Möbel und Einrichtungen,
* alte landwirtschaftliche Geräte und Werkzeuge,
* Geräte zum Spinnen und Weben,
* Geräte zum Torfstechen sowie
*
eine vollständig eingerichtete Zigarrenarbeiterstube.

 

 

 


 

 

 

 

Der frühere Hof Wellpott Nr. 17, erstmals 1646 erwähnt, war dem Obristen Klencken auf Gut Renkhausen eigen. Zugehörig waren 30 Morgen Saatland, 8 Morgen Wiese, Weideberechtigung, Bergteil und Moorplatz. Im 30jährigen Krieg wurde der Hof niedergebrannt. Der Viehbestand um 1750: 4 Pferde, 4 Kühe, 5 Rinder, 2 Schweine. 1798 in der jetzigen Form gebaut, war der Hof durch die Franzosenzeit völlig verschuldet. Nach 1823 war Colon Wellpott mehrfach Vorsteher. Um 1840 wurden durch Freikauf alle Lasten, Dienste und Abgaben abgelöst.

 

1908 kam Wilhelm Röthemeier aus Südhemmern Nr. 3 nach Gehlenbeck, heiratete Marie Budde und zog in das Haus Nr. 63. 1919 wurde Marie Röthemeier geboren, deren Mutter starb 1924. 1927 kaufte Röthemeier den benachbarten Hof Nr. 17 von Wellpott und bewohnte ihn mit Tochter Marie, einer Tante und dem Großvater Maries. Da die Tochter auf dem Hof bleiben sollte, verbot der Vater den Schulbesuch in Lübbecke. 1966 starb Wilhelm Röthemeier, Tochter Marie erbte den Hof und bewirtschaftete ihn lange Zeit allein. Wegen der ärmlichen Umstände blieb das Gebäude in der ursprünglichen Form erhalten und wurde unter Denkmalschutz gestellt. 1998 starb Marie Röthemeier an einem Schlaganfall.

 

Der im Jahre 2000 gegründete Heimatverein kaufte das Haus mit Hilfe der Stadt Lübbecke im Juli 2001. Der Heimatverein schloss mit dem Gehlenbecker Fitzebohnenverein einen Vertrag, nach dem er sich verpflichtete, dessen Exponate zur Zigarrenherstellung auszustellen und zu pflegen, und erhielt im Gegenzug 30.000 DM. Mit Hilfe eines Zuschusses von 150.000 Euro von der NRW-Stiftung begann 2002 die Restaurierung der Hofstätte. In Kooperation mit dem Arbeitsamt wirkten 5 ABM-Kräfte und zahlreiche Vereinsmitglieder an den Arbeiten mit. Nach und nach wurden Ständerwerk, Schwellhölzer, Außenmauerwerk und Dach saniert, und auch der Außenbereich wurde umgestaltet. Im Innern mussten neue Böden gelegt werden, es folgten der Einbau neuer Fenster, Putz- und Innenanstrich sowie die Anlage von Sanitäranlagen.

 

Im Juli 2004 wurde die Einweihung im Rahmen eines Dorffestes gefeiert. Anschließend wurde die Zigarrenarbeiter-Stube im südlichen Teil des Dachbodens mit der Ausstellung der Exponate des Fitzebohnenvereins hergerichtet und feierlich übergeben.

 

Die weitere Planung sieht die Ausstellung von Ackergeräten, Werkzeugen, Möbeln, Kleidung und Haushaltsgeräten aus alter Zeit in einzelnen Abteilen auf dem Dachboden sowie die Sammlung von Urkunden, Dokumenten und Schriften zur Dorfgeschichte vor.

 

aktuelle Notiz

Der neue (Rad)Wanderführer "Gehlenbeck-Eilhausen" ist ab sofort im Heimathaus zu haben. Auf 64 Seiten wird Gehlenbeck und Umgebung gezeigt.

 

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Aufkleber Gehrmke

nächster Termin

5. Februar, ab 14 Uhr Kaffee und Kuchen

(Am 1.1.2017 fällt das Kaffeetrinken aus!)