Das Zigarrenarbeiterdenkmal am Günter-Döding-Platz

 

Früher lebten alle Gehlenbecker von der Landwirtschaft, auch Pastor und Kantor (Lehrer) verfügten über Ländereien. Sie konnten auch den Berg, Wiesen und Weiden sowie das Moor nutzen. Sie waren aber von Gutsherren abhängig, mussten an sie Abgaben leisten und Hand- und Spanndienste verrichten.Von diesen Pflichten konnten sie sich um 1840 freikaufen.

Die ärmeren Familien litten oft große Not, mit Spinnen und Weben konnte man nicht mehr über die Runden kommen, als die Spinnmaschine erfunden wurde.

Als vor etwa 150 Jahren die Zigarrenindustrie in unsere Gegend kam, besserte sich die Lage. Es siedelten sich nach und nach 9 Zigarrenfabriken an, meist nur kleine Betriebe, „Zigarrenbuden“ genannt. Oft mussten auch die Kinder mitarbeiten, schon vor der Schule hatten sie in die Zigarrenbude zu gehen.

Als die Regierung die Kinderarbeit verbot, verlegten sich die Hersteller auf die Heimarbeit, und in den eigenen vier Wänden konnten alle mitarbeiten, vom Kind bis zu Oma und Opa. Durch die Zigarrenindustrie besserte sich die Lage der ärmeren Schichten, manche Familie konnte sich sogar ein Haus bauen.

Vor etwa 50 Jahren lief die Zeit der Zigarrenproduktion aus, heute ist nur noch eine Zigarrenfabrik in Lübbecke in Betrieb, die Firma „Dannemann“, früher „August Blase“. Günter Döding, in Gehlenbeck groß geworden, arbeitete in der Zigarrenindustrie, war lange Zeit Gewerkschaftsführer der NGG, die auch Zigarrenarbeiter vertrat, spendete seiner Heimatgemeinde großzügige Mittel und bezahlte auch das Zigarrenarbeiterdenkmal. Auch in der Zigarrenstube im Heimathaus wird an ihn erinnert.


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(Am 1.1.2017 fällt das Kaffeetrinken aus!)